Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv zunehmend geschädigt werden kann. Häufig spielt dabei ein erhöhter Augeninnendruck eine Rolle, ein Glaukom kann jedoch auch bei normalen Druckwerten auftreten.
Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam und bleibt über lange Zeit unbemerkt, da in frühen Stadien häufig keine deutlich wahrnehmbaren Beschwerden auftreten. Bereits entstandene Schäden am Sehnerv können in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind daher besonders wichtig, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und das Sehvermögen langfristig zu schützen.
Veränderungen erkennen, bevor sie auffallen
Ein Glaukom kann lange unbemerkt bleiben. Veränderungen des Gesichtsfeldes werden häufig erst wahrgenommen, wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist.
Eine gezielte Glaukomvorsorge dient dazu, Risikofaktoren und mögliche Hinweise auf eine Schädigung des Sehnervs frühzeitig zu erkennen. Auffällige Befunde können anschließend genauer untersucht und regelmäßig kontrolliert werden.
Wann kann eine Vorsorge sinnvoll sein?
Das persönliche Glaukomrisiko kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle kann insbesondere sinnvoll sein bei:
Welche Untersuchungen und Kontrollabstände für Sie sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Für eine zuverlässige Beurteilung reicht die alleinige Messung des Augeninnendrucks nicht immer aus. Je nach Befund können verschiedene Untersuchungen miteinander kombiniert werden.
Der Augeninnendruck wird gemessen und im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsergebnissen beurteilt.
Der Sehnerv wird sorgfältig auf mögliche glaukomtypische Veränderungen untersucht.
Die Untersuchung des Gesichtsfeldes kann helfen, bereits bestehende funktionelle Einschränkungen zu erkennen.
Mit der optischen Kohärenztomographie (OCT) können Strukturen am Sehnerv und an der Netzhaut detailliert dargestellt und vermessen werden.
Die Dicke und Beschaffenheit der Hornhaut können bei der Beurteilung des gemessenen Augeninnendrucks eine Rolle spielen.
— Bei einem auffälligen Befund —
Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch, dass bereits ein Glaukom vorliegt. Je nach Untersuchungsergebnis können weitere diagnostische Untersuchungen oder regelmäßige Verlaufskontrollen erforderlich sein.
Wird ein Glaukom festgestellt, besprechen wir mit Ihnen die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten. Ziel der Behandlung ist es, den Augeninnendruck beziehungsweise andere relevante Risikofaktoren zu kontrollieren und eine weitere Schädigung des Sehnervs möglichst zu verhindern oder zu verlangsamen.
Ein Glaukom ist eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv zunehmend geschädigt werden kann. Ohne Behandlung kann dies zu dauerhaften Einschränkungen des Sehvermögens führen.
In frühen Stadien verursacht ein Glaukom häufig keine deutlichen Beschwerden. Veränderungen des Gesichtsfeldes können deshalb lange unbemerkt bleiben.
Nicht immer. Ein Glaukom kann auch bei normalen Augeninnendruckwerten auftreten. Deshalb können zusätzliche Untersuchungen des Sehnervs und des Gesichtsfeldes wichtig sein.
Je nach individuellem Befund können unter anderem Augeninnendruckmessung, Untersuchung des Sehnervs, Gesichtsfeldprüfung, OCT und Hornhautmessung eingesetzt werden.
Bereits entstandene Schäden am Sehnerv können in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Daher sind Früherkennung und regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.